Austrian Military Radio Society

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Notfunkkonzept

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Das Notfunk Konzept der AMRS

Vorgelegt und angenommen vom AMRS Vorstand bei der HV 2010

1:) die SITUATION in OE

Die Notfunkbemühungen der Funkamateure in OE sind in vielen Bereichen seit Jahren recht intensiv und zweckdienlich. So haben die Notfunkreferate großteils gute Verbindungen zu den Landeswarnzentralen, zu Behörden und Blaulichtorganisationen aufgebaut, viele Präsentationen zu allen Gelegenheiten sowie auch Übungen wurden und werden durchgeführt. Die Bemühungen der Bundesländer sind untereinander recht unterschiedlich und leider noch nicht aufeinander abgestimmt.

2:) die SITUATION im Notfunkreferat der AMRS

Seit Gründung des Notfunkreferates im Jahr 2008 wurde daran gearbeitet die Fakten zu erheben, die Bedürfnisse zu erkennen, Möglichkeiten für unsere Einbringung als „AMRS“ zu erarbeiten und das vorliegende Konzept ist das Ergebnis unserer diesbezüglichen Überlegungen und Beschlussfassung.

3:) Zielsetzung für die Notfunkbestrebungen  im NOTFUNK Referat.

Die grundsätzliche Zielsetzung für das Notfunkreferat in der AMRS lautet:

„ Schaffung von Strukturen zur funktionierenden Notfunkkommunikation im Katastrophenfall“

Dabei sind folgende Vorgaben des DV zu beachten: (siehe QSP JUNI 2010)

  • Der ÖVSV ist KEINE Einsatzorganisation und wird auch keine werden.
  • Wir streben höchste Bereitschaft aller in der Bevölkerung eingebetteten  Funkamateure  im Not- und Kat-Fall an. (Funk- und Gertäteausstattung, SELBSTVORSORGE)
  • Wir empfehlen Notstromversorgungen  und  Notfunkkoffer für den flexiblen Einsatz.
  • Wir empfehlen die Verwendung von digitalen und bildgebenden Übertragungsverfahren.
  • Die regelmäßige Teilnahme an Notfunkübungen und regulärem Amateurfunkbetrieb ist die beste Übung für Mensch und Gerät.
  • Wir betreiben Aus und Fortbildung in rechtlichen, technischen und betriebstechnischen Belangen.
  • Wir betreiben „Notfunk“ um ein positives Bild des Amateurfunkdienstes bei Öffentlichkeit und Politik zu bewirken.
  • Die Teilnahme am Notfunk ist die Grundlage, um Antennengenehmigungen und Frequenzen, sowie deren Störungsfreiheit zu erlangen.
  • Wir unterhalten Kontakte zu Landes-und Bundesbehörden, Ministerien und zur EU.
  • Wir unterhalten Kontakte zu Notfunkgruppen im Ausland.
  • Das gute Beispiel erfolgreicher Notfunkunternehmungen soll sich von einem Bundesland auf das andere übertragen. Daher ist unser Ziel die Weiterentwicklung der guten Ergebnisse mit "ARENA"!
  • Der DV-Referent versucht dort die Lücken zu füllen, wo ein (regionaler) Notfunkreferent fehlt.

Diese Vorgaben sind noch zu ergänzen durch folgende Überlegungen für die Notfunker in der AMRS
und darüber hinaus für alle interessierten
Notfunkinteressierten ÖVSV Mitglieder: 

  • Es gilt, die Eigenverantwortung und Eigeninitiative im Katastrophenfall zu stärken, nicht die "Hände in den Schoß zu legen" und notwendige Maßnahmen allein den Katastrophenhilfsdiensten zu überlassen, denn es ist nicht möglich, im Bedarfsfall alles nur mit öffentlicher Hilfe zu bewältigen!
  • Es gilt, unser Wissen, unser Können und unsere Kommunikations  Möglichkeiten ständig zu verbessern.
  • Im Not- und Katfunk sollen Meldungen schnell, unverfälscht und ohne  Zwischenstationen von A nach B (point to point) transportiert werden. Am besten und verlässlichsten geschieht dies im Datenbetrieb (Winlink Netz).
  • Die Kreativität, Flexibilität und Erfolgserlebnisse sind zu fördern .
  • Wir sollten verstärkt:
    HAM - Aktivitäten setzen, denn denn nur wer seine Funkgeräte ständig betreibt wird auch im Notfall problemlos damit umgehen können.
    An Wettbewerben teilnehmen; sie perfektionieren die Betriebstechnik und sind ein Maßstab für die eigene Professionalität.
    Informationsplattformen nutzen (oevsv wiki), Info Austausch und diskutieren z.B. im Yahoo Forum notfunk-oe
  • Kommunikation in allen möglichen Betriebsarten mit eigener Energie (Solar, Akku, Notstromaggregat).
  • Einsatz schnell aufzubauender effizienter Antennen (Selbstbau, Versuche und Vergleiche)
  • Geräte Selbstbau, wichtig um die Zusammenhänge verstehen zu lernen, (das beginnt schon beim Stecker löten)
  • Computer und Funkgerät wachsen immer mehr zusammen, daher sind die Grundlagen der Computertechnik und Informationstechnologie  zu lernen (Bedienung, Schnittstellen und Protokolle [TCP/IP, LAN, WLAN, BT]
  • E-mailen via Funk und ohne ISP (Internet Service Provider) lernen = Winlink, Pactor, Winmor
  • Positionreporting und Instant Messaging lernen (APRS),  Hamnet nutzen.
  • Afu-Kurse und Weiterbildung für Mitarbeiter in den Einsatzorganisationen und beim Dienstgeber veranstalten.
  • Werbung von neuen Mitgliedern für den ÖVSV.
  • neue Sinngebung für den Amateurfunk  (das Alte verblasst im globalen  Informationszeitalter, DXing etc.)
  • Mitarbeit bei CAST (Comparative Assesment of Security - centered Training  von Prof. Steinhäusler an der Universität Salzburg).

 

4:) mögliche Umsetzung:

Für die meisten der an Notfunk interessierten AMRS Mitglieder ist es kein Problem, die oben angeführten Vorgaben auch umzusetzen!
Wie schon oben angeführt liegt es in der Eigenverantwortlichkeit jedes einzelnen Notfunkers, Defizite zu erkennen und zu beseitigen.

Das Notfunkreferat ist verstärkt bemüht, für seine Mitglieder und darüber hinaus für alle Notfunk - Bedarfsträger, Vorsorgen in folgenden Bereichen zu betreiben:

  1. Vorsorge für die Herstellung von analogen Sprechfunk und CW Verbindungen via Kurzwelle 1,8 – 30 MHz in SSB mit der Installation einer Leitfunkstelle für SSB und CW.
  2. Erstellen von Frequenzplänen, Durchführung von Übungen, in Abstimmung mit dem ARENA Konzept.
  3. Weiterer Ausbau der Digitalen Daten (Email) Verbindungen via Kurzwelle speziell im 80mtr Band.
  4. Der Zusammenbau und der Betrieb mobiler Notfunkkoffer soll nach Möglichkeit forciert werden.
  5. Die Aus und Weiterbildung der Operator, Konfigurationskurse und Remote Schulungen sollen durchgeführt werden.
  6. Die weitere Werbung  von weiteren freiwilligen Mitarbeitern im Notfunkreferat zur Durchführung von Übungen und für tatsächliche Unterstützung im Bedarfsfall.